Falls der Verstorbene keiner Religionsgemeinschaft angehört hat oder eine religiöse Feier zur Bestattung nicht gewünscht wird, kann im Rahmen der Bestattung eine weltliche Trauerfeier stattfinden, die meist von einem freiberuflichen Trauerredner oder auch einem Redner einer Weltanschauungsgemeinschaft geleitet wird.

Der Ausdruck weltliche Trauerfeier bezeichnet die Gedenkzeremonie für einen Verstorbenen vor dessen Bestattung, die auf die Gestaltungsmerkmale einer religiösen Trauerfeier bewusst verzichtet. Sie orientiert sich an den nicht religiösen Bedürfnissen und Lebensauffassungen des Verstorbenen bzw. seiner Angehörigen, aber historisch durchaus auch an den Gattungen der Leichenpredigt und des Nekrologs.

Das Zentrum der weltlichen Trauerfeier bildet die Erinnerung an das Leben des Verstorbenen, seine Persönlichkeit und seine Besonderheiten. Wichtiges Element der Trauerfeier ist daher die Trauerrede, die sich am Leben und Sterben des Toten orientiert. Der Trauerredner bringt stellvertretend für und im Auftrag von Hinterbliebenen das Leben und Schaffen eines Verstorbenen zur Sprache.