Ein Krematorium (zu lat. cremare „verbrennen“) ist eine Anlage zur Kremation, der Verbrennung von Leichen anstatt einer Erdbestattung.

In Mitteleuropa war mit der Ausbreitung des Christentums der Brauch der Leichenverbrennung sukzessiv verschwunden. Mit dem Anwachsen der Großstädte wurde vielerorts der Platz auf den Friedhöfen knapp. Die technische Entwicklung erlaubte es im 19. Jahrhundert erstmals, die Einäscherung quasi technisch abzuwickeln. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden Feuerbestattungsvereine. Kremation wurde öffentlich, zwar kontrovers, aber eben als eine Bestattungsform diskutiert.